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Ressourcengemeinschaften vernetzen: gemeinschaffen.com von realitylab

Im Podcast stellt realitylab-Gründer Gernot Tscherteu das Projekt Gemeinschaffen.com vor und erzählt, warum es wichtig ist, Ressourcengemeinschaften zu vernetzen.

Der Sozialwissenschafter Gernot Tscherteu (56) hat vor zwölf Jahren gemeinsam mit Petra Hendrich das realitylab gegründet. Gemeinsam mit seinem Team begleitet Gernot seither soziale Prozesse im Bereich Stadtentwicklung und Wohnbau. Konkret hat das realitylab bisher zwölf Baugruppen und insgesamt 4.000 Wohnungen in Wien begleitet. Das erste derartige Projekt war der Seestern in der Seestadt Aspern, unter den aktuellen Projekten findet sich u.a. auch die HausWirtschaft

Jenseits der Theorie sorgt das realitylab dafür, dass sich die Gemeinschaften in Baugruppen organisieren und etwa Koch- und Werkstattgruppen gründen oder den Bewegungsraum bespielen. Nicht immer sind bei Baugruppen die Auftraggeberinnen von realitylab, auch Bauträger und die Stadt Wien treten direkt an das Büro heran. 

Mit Gemeinschaffen.com hat das realitylab nun eine Plattform gegründet, auf der sich Ressourcengemeinschaften präsentieren, informieren und vernetzen können. 

Theoretischer Hintergrund des Projekts ist u.a. die Arbeit der Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom. Sie forschte etwa zur gemeinschaftlichen Nutzung von Weideland auf Almen, wie Tscherteu im Podcast erzählt. Daraufhin fragten sich er und seine Mitarbeiter*innen, wie sie diese Erfahrung für ihre Zwecke nutzen könnten und gründeten schließlich die Gemeinschaffen-Plattform. Dort werden nicht nur Wohnprojekte, sondern auch Ressourcengemeinschaften zu den Themen Mobilität, Ernährung und Energie vorgestellt. Jeder, der eine FoodCoop, ein CarSharing oder einen Gemeinschaftsgarten betreibt, kann sein Projekt dort vorstellen und sein Wissen teilen.  

Ressourcengemeinschaften vernetzen: Was es mit Commons auf sich hat

Zu jenen Forschern, die das realitylab beeinflusst haben, gehört auch Peter Linebaugh, der historische Ressourcengemeinschaften untersucht hat. So stellte er etwa die kleine Schwester der Magna Carta – die Charta of the Forests – vor: Damals beschlossen Grundherren, die Menschen aus ihren Wäldern auszuschließen. Diese hatten dort damals Feuerholz geholt oder ihre Schweine weiden laseen.  Eine weitere Inspirationsquelle war der Band “Commons” von Silke Helfrich.

Für Gernot Tscherteu gilt es, den wachsenden Plattformurbanismus – siehe E-Roller – aufmerksam und kritisch zu beobachten, “weil diese Plattformen eigentlich  kapitalistische Geschäftsmodelle haben. Sind in der Tradition von Amazon, Google und Facebook zu sehen”, so Tscherteu. 

Hier sollen soziale Interaktionen ökonominsiert werden. Im Hintergrund ist es nur ein kapitalistisch organisiertes Verleihsystem. Denen, die sich das ausleihen, gehört das nicht. Das ist der Unterschied zur Ressourcengemeinschaft, wo Konsument und Prozent zusammenfallen.

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